Neuanschaffung gebr. Touran - welcher Motor?

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    • Fassen wir kurz zusammen ;)

      Budget bis ca. 6.000€: Such dir einen 1T1 mit dem 1,6l Saugrohreinspritzer. Der Motor verzeiht dir fast alles, wenn du ihm regelmäßig neues Öl gibst (was er dankend und relativ viel konsumiert, aber kein Problem). Nicht umsonst ist dieser Motor (solange es ihn gab) in fast allen silbernen Plus-Gölfen als Rentner-Traum-Kombination verbaut. Er hat einen Zahnriemen und sonst nicht allzu viel Technik, die kaputt gehen kann. Mit gut 100PS als Sauger spaßärmster Motor.

      Budget bis ca. 14.000€: Such dir einen 1T3 mit dem 1,2l oder 1,4l TSI. Dieser hat zwar das beschriebene Steuerkettenproblem, was aber bei vielen Exemplaren behoben sein sollte. Daher unbedingt auf den Reparaturnachweis bestehen. Ein vollständig von VW gestempeltes Serviceheft erleichtert eventuell auftretende Regress-/Kulanzanfragen. Außerdem hast du immer noch die Händlergewährleistung als Sicherheit. Die Motoren sind deutlich spritziger, als der 1,6l-Sauger, aber jetzt auch nicht die Raketen. Vor allem vom DSG würde ich hier die Finger lassen, da nur das kleine DQ200 mit der sehr schnell verschleißenden Trockenkupplung verbaut ist. Weiterhin kommt als Vorteil, dass der 1T3 über viele zeitgemäße Extras aufwertbar war und die Optik auch noch aktuell aussieht.

      Budget über 14.000€: Such dir nen schicken 5T ("neuer" Touran auf MQB-Basis). Diese Benziner sind zwar auch alles TSI, aber aus der neuen Motorengeneration EA211 - mit Zahnriemen! Ja, auch VW ist lernfähig, dass eine "wartungsfreie" Steuerkette nicht wirklich wartungsfrei ist. Die Motoren haben zwar vergleichbare Leistungsdaten, gehen aber viel kräftiger (subjektiv) ans Werk. DSG ist hier empfehlenswert, die Kupplungsprobleme sind ausgemerzt. Vor allem der 1,8l TSI ist ein feiner Geselle, der aber das notwenige Sparschwein gewaltig dick sein lassen muss. Da aktuelles Modell sind viele Extras erhältlich, die das Leben angenehm bis luxuriös machen.

      Das dazu mein kleiner Abriss ;) Meinen TDI gebe ich aber so schnell auch nicht ab, vor allem nicht wegen irgendwelcher Fahrverbote... Da zeig ich jedem Ökofas...isten gerne meine Stickoxide!

      Hallo,

      schau mal hier: (hier klicken) Dort findet man vieles zum VW Touran.


                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                         

    • mannamax schrieb:

      Kommt jetzt natürlich auch drauf an was du wirklich ausgeben möchtest oder kannst.
      Hast du nur zb. 5000 wird’s schon eng für ein einigermaßen ordentlichen Tsi.
      Es werden viele Tsi angeboten mit nachweislich erneuerter Kette.
      Wo sollte das Problem jetzt sein.
      Dass auch Motoren mit einer erneuerten Steuerkette ein zweites Mal ein Problem damit bekommen können.
      Ich habe mich im Sommer 2016 auch umgehört. Für mich war der Touran als neuer Familienwagen praktisch gesetzt. Es gab praktisch keine Alternativen anderer Hersteller, die mit Kofferraumvolumen, Variablität und Verarbeitung mithalten konnten. Einzig ein Opel Zafira wäre eine Alternative gewesen. Aber Opels Cockpit-Design ist in meinen Augen schlichtweg brechreizerregend.

      Preislich lag unser Limit für einen Gebrauchtwagen bei 10.000 €. Damit waren wir seinerzeit bei Tourans in den Baujahren 2009 bis 2011/2012. Mir wurde seinerzeit ganz klar zu einem TDI mit Handschaltung geraten. Und zwar sowohl von Händlern aus dem Freundeskreis, als auch von erfahrenen VW-Mechanikern und auch der Werkstatt meines Vertrauens.

      Vom TSI wurde wegen der Steuerkette abgeraten. Und der von mir interviewte Mechaniker eines (jetzt ehemaligen)VW-Vertragshauses bestätigte mir, dass eine erneuerte Steuerkette KEINE Gewähr dafür sei, dass an dem Wagen nicht erneut ein Problem mit der Steuerkette auftreten könnte. Er hatte mehrere solcher Fälle.

      Von DSG riet er ab, weil da im Falle eines Schadens enorme Reparaturkosten entstünden. Eine DSK-Kupplung kostete seinerzeit alleine schon rund 800€, ohne Einbau usw. Reparaturen können oft nur ausgewählte Werkstätten machen, wie man das von Automatikgetrieben ja kennt. Die Kupplung eines Schaltwagens hingegen kostet neu rund 300€ und der Wechsel ist schnell erledigt und jeder afrikanische Hinterhofschrauber kann die Kupplung eines VW- Golf und vergleichbarer Wagen wechseln.

      So wurde es unser 2.0 TDI Highline - noch mit Pumpe-Düse-Motor; also kein Beschissdiesel - mit 170 PS.
      Und wir sind hochzufrieden mit dem Wagen. Allerdings werden wir ihn wohl trotzdem in Bälde abstoßen, da sich für meine Frau nach einem beruflichen Aufstieg die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines Firmenwagens ergeben hat. Sollte ihr Arbeitgeber da mit VW verbandelt sein, werden wir wohl zu einem neuen Touran greifen; und den dann wohl als TSI, um der Diesel-Problematik aus dem Weg zu gehen. Oder wir schauen mal, ob wir für das Budget, dass dann zur Verfügung stehen wird, nicht auch einen gut ausgestatteten Sharan oder Seat Alhambra bekommen.

      ich glaube zwar auch nicht, dass es in Berlin schon bald Fahrverbote geben wird. Und einen betroffenen Diesel jetzt direkt nach dem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes auf dem Gebrauchtmarkt anzubieten, dürfte auch nicht so sonderlich schlau sein. Wenn sich die ersten Diskussionen um diesen Beschluss gelegt haben, werden die Diesel auch wieder zu realistischen Gebrauchtpreisen verkäuflich sein.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von lab61 ()

    • Und dann ist immer noch die Frage ob die Fahrverbote flächendeckend sein werden.

      Einzelne Straßen sind so was von Latte. Nur weil in Bln Mitte dicke Luft ist, werden sie Spandau kaum zu machen.
      Das wirft nur die Grundsatzfrage hoch, was denn Fahrverbot überhaupt heißt, und warum die an einer Stadtgrenze enden soll

      ╭∩╮( º.º )╭∩╮ ‹^› ‹(•_•)› ‹^›

      Wumbaba auch schon da

    • Aber so ist es doch bisher mit den Feinstaubplaketten auch.

      Da wo die grüne vorgeschrieben ist, fährt man dann halt mit roter oder gelber einfach nicht mehr rein. Wenn man diese Gebiete umgehen kann bzw. dort nicht rein muss, interessiert es einfach nicht... Und führt zufälligerweise eine Autobahn mitten durch so eine Umweltzone, dann ist das eh alles hinfällig, weil auf der Autobahn die Umweltzone nicht gilt.

      1T1 + 1T2 = 1T3 ?(
      Wenn du tot bist, dann weißt du nicht, dass du tot bist...
      ...es ist nur schwer für die anderen.
      Wenn du dumm bist, ist es genauso!
    • Wir wohnen aber in Berlin in der Umweltzone. Zwar nur ein paar hundert Meter innerhalb. Aber eben doch.
      Und wir bewegen uns auch hauptsächlich, bzw. sehr viel in der Umweltzone.

      Da nun heute gerade sowohl der geschäftsführende Verkehrsminister, als auch die/eine verkehrspolitische Sprecherin der SPD kundgetan haben, dass sie gegen eine blaue Plakette sind, wird ein Dieselfahrverbot kaum kontrollierbar sein.
      Jedenfalls kann man Autos nicht aufgrund einer nicht vorhandenen Plakette aus dem fließenden Verkehr ziehen. Es könnten also allenfalls stichprobenhafte Kontrollen durchgeführt werden, bei denen die Polizei eben explizit in den KFZ-Schein gucken müsste. Angesichts der Personalsituation der deutschen Polizeien wird das nahezu undurchführbar bleiben. Man könnte nur an den Einfahrtstraßen von Umweltzonen Kameras aufstellen, die alle Nummernschilder abfotografieren und diese dann im automatischen Verfahren mit den Zulassungsstellen abgleichen, und so festzustellen, wer nicht hätte einfahren dürfen in die Umweltzone.

      Ein solches Verfahren halte ich aber für nicht allzu abwegig. In italienischen Städten, in denen in die Innenstädte nur noch Anwohner reindürfen, gibt es das schon seit Jahren. Wir sind in Pisa mit einem Mietwagen unwissend in die Innenstadtzone gefahren und haben drei oder vier Monate später Post mit einem Bußgeldbescheid aus Italien erhalten.

      Ich vermute aber eher, dass die Politik das ganze versucht, auszusitzen. Der Autoindustrie will man nicht ans Bein pinkeln, indem man sie zu teuren Hardwarenachrüstungen zwingt. Den deutschen Autofahrer will man sich als Wähler auch nicht verprellen. Also zieht man die Sache so in die Länge, dass immer mehr von den älteren (bis Euro4) und den problematischen Diesel (Euro 5 und z.T. Euro 6) durch die natürliche Fahrzeugfluktuation weitgehend von deutschen Straßen verschwunden sein werden. Und dann erst führt man diese Plakette ein.
      Du wenn die Diesel-PKW für einen nicht unbeträchtlichen Teil der Stickoxidbelastungen in Städten verantwortlich sind, werden die Werte durch die moderneren Wagen mit verbesserter Abgasreinigung auch von alleine (unter die gesetzlichen Grenzwerte) sinken.

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